10 Jahre Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung in OÖ

Seit nun mehr 10 Jahren tritt der Verein NETZWERK mit Sitz in Ansfelden bei Linz mit seinem Projekt Personalassistenz für die berufliche Integration für Menschen mit Behinderung am 1.

Arbeitsmarkt ein. In dem aus Mitteln des Bundessozialamtes Landestelle OÖ finanzierten Projekt wird interessierten Personen der Wiedereintritt in das Berufsleben im Rahmen einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung erleichtert. Manche Betriebe haben Bedenken bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. Nicht nur die strengen Kündigungsschutzbestimmungen werden von den Betrieben gemieden, sondern vielmehr die fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ stellt das Hindernis dar. Der Verein NETZWERK hilft und unterstützt Unternehmen und Menschen mit Behinderung, diese Hürde bei der Einstellung zu meistern.

ERFOLGREICHE PARTNERSCHAFTEN: Seit mittlerweile eineinhalb Jahren besteht eine positive Kooperation mit der Firma SLR – Steyrermühl Logistik und Recycling GmbH, einem seit Ende 2008 eigenständigen Geschäftsbereich der UPM-Kymmene Austria GmbH. Die Integration von sozial benachteiligten Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. „Körperliche Schwachstellen“ versuchen wir unter Berücksichtigung der persönlichen Stärken zu kompensieren. So ist es uns auch gelungen, mithilfe der Unterstützung vom Verein NETZWERK bereits zwei Mitarbeiter langfristig in unserem Unternehmen zu integrieren, so Frau Petra Pichler, Personalverantwortliche des Unternehmens. Herr Christoph H. und Herr Gerald H. bekleiden zwei unterschiedliche Positionen bei uns. Motivierte Mitarbeiter, unabhängig von einem gesundheitlichen Handicap sind bei uns gerne gesehen und wir bemühen uns, interne Potentiale zu erkennen und zu fördern, sagt Herr DI Reinhard Lehner, Geschäftsführer der SLR – Steyrermühl Logistik und Recycling GmbH. So wurde Herr Christoph H. anfangs in der Papiersortierung eingesetzt und ist mittlerweile völlig eigenständig mit dem Radlader tätig. Auch Herr Gerald H., der aufgrund von Schulter- und Knieproblemen an einer Hebeeinschränkung leidet, kann durch seine langjährige Berufserfahrung die Arbeiten als Staplerfahrer ohne Probleme ausführen und ist somit ein Gewinn für das Unternehmen.

am Foto: SLR Dipl.-Ing. Reinhard Lehner, Christoph H., Gerald H., SLR Petra Pichler, Mag. Daniela Huemer, Netzwerk.

Lehrlingswettbewerb Handel

Zahlreiche Verkaufslehrlinge nahmen am Wettbewerb teil und stellten ihr Wissen und Können unter Beweis.

Eine fachlich prominent besetzte Jury führte die Bewertung durch und zeigte sich über das allgemein hohe Niveau erfreut. Den Lehrlingswettbewerb in Theresienfeld nutzte auch unsere Auszubildene im 3. Lehrjahr Tanja N. (Foto: links). Im Verkaufsgespräch überzeugte sie mit Können und konnte einen Wanderschuh „erfolgreich an den Mann bringen". Unser Betreuerteam war vor Ort und drückten ihr die Daumen.

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Lehrlingswettbewerb „Handel – administrativer Teil“

In diesem Jahr stellte sich unser Auszubildender Gerald L.

in der Landesberufsschule Theresienfeld der Jury. Der angehende EDV-Kaufmann war begeistert und konnte seine in der Ausbildung erlernten Kenntnisse unter Beweis stellen. Für Gerald L. war es eine gute Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung. Gerade der Handel punktet mit seinem Beratungsniveau beim Kunden. Das hohe Niveau der Lehrlinge beim Wettbewerb zeigt mitunter, dass dieser Wettbewerbsvorteil auch in Zukunft erhalten bleibt.

Wir gratulieren Herrn Gerald L. zur erfolgreichen Teilnahme. (Foto: Gerald L. im Gespräch mit Dipl.-Hdl. Peggy Raabe)

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15 Jahre IFA (Internationaler Fachkräfte Austausch)

Bereits zwei NETZWERK-Lehrlinge haben die Chance eines Praktikums im Ausland in Kooperation mit der IFA genutzt.

Auslandserfahrungen zu sammlen, gewinnt auch im Bereich der Lehrlingsausbildung zunehmens an Bedeutung. Die Einladung zur 15. Jahresfeier von IFA nahmen Frau Mag. Koblinger-Payreder (links am Bild)und Frau Dipl-Hdl. Raabe zum Anlass, neue Kontakte zur Zusammenarbeit zu knüpfen und sich über die verschiedenen Angebote der IFA zu informieren.

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LBS Fußballturnier, Salzburg Rif

Während in Südafrika die besten Fußballmannschaften der Welt um den begehrten Weltmeister-Titel kämpfen, traten im Sportgelände Rif Teams der Berufsschulen aus dem ganzen Bundesland Salzburg zu dem alljährlichen Wettkampf an.

Erfreulich, dass sich auch dieses Jahr einige Mädchen-Mannschaften an dem Fußballturnier beteiligten! Unter ihnen auch die Mannschaft der LBS Zell am See, mit Netzwerk Lehrling Julia W. Sie freut sich mit ihren Teamkolleginnen über den dritten Platz der Mannschaftswertung. Wir gratulieren herzlich!

(Am Foto: Frau Julia W. zweite von links)

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Abschlussfeier der Landesberufsschule Kuchl

Im Rahmen einer festlichen Abschlussfeier fand an der Landesberufsschule in Kuchl die Preisverleihung des Lehrlingswettbewerbes der Bekleidungsgewerbe und die Zeugnisverteilung an die dritte Klasse der „Damen- und Herrenkleidermacher“ statt.

Begrüßt werden durften neben Ehrengästen, wie Herrn Mag. Manfred Kastner, dem Landesschulinspektor für die Berufsschulen und Frau Lydia Höller, der Landesinnungsmeisterin des Bekleidungsgewerbes, auch zahlreiche Lehrlinge, sowie stolze Eltern und Lehrbetriebe. Zu diesem Anlass hatten die SchülerInnen der zweiten und dritten Klasse der Berufsschule die Gelegenheit, ihre selbst genähten Kleider bei einer Modeschau vorführen. Das Publikum war begeistert!

Auch unsere Auszubildende Frau Christina K. (rechts am Foto) war mit ihrem selbst genähten Dirndlkleid auch ein Blickfang! Gratualtion - super Leistung!

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Auslandserfahrung im Gastronomiebereich

„Wir würden uns freuen, Sie nach ihrer Lehre bei uns als neue Mitarbeiterin begrüßen zu dürfen!“, mit diesen Worten wurde unsere Auszubildende Bettina C.

nach einem dreiwöchigen Auslandspraktikum verabschiedet. Auch in diesem Jahr erhielt eine Auszubildende von NETZWERK die Chance ein Praktikum über den Internationalen Fachkräfteaustausch (IFA) zu absolvieren. Die angehende Restaurantfachfrau sammelte im Göbels Sophien Hotel in Eisenach ihre ersten Auslandserfahrungen. Vor Ort informierten sich Frau Mag. Oberbichler sowie Frau Dipl.-Hdl. Raabe über das Praktikumsergebnis. Bettina C. erhielt vom Göbels Sophien Hotel eine sehr gute Beurteilung. Herzlichen Glückwunsch! (Foto: Fr. Mag. Oberbichler, Fr. Bettina C., Fr. Dipl.-Hdl. Raabe)

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Vernetzung über die Grenzen hinaus

Der Besuch in Eisenach wurde nicht nur von den Auszubildenden erfolgreich genutzt.

So tauschten sich Frau Mag. Oberbichler und Frau Dipl. Hdl. Raabe mit Frau Denner vom Firmenausbildungsverbund Wartburgkreis aus. Neben Unterschieden in den Ausbildungssystemen von Österreich und Deutschland, wurden auch viele Gemeinsamkeiten gefunden. Das Ziel, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, verbindet. Für die Beteiligten war dieses Treffen eine Bereicherung und das NETZWERK-Team würde sich über einen Gastbesuch in Österreich sehr freuen.

Foto: Fr. Denner, Fr. Mag. Oberbichler, Fr. Dipl.-Hdl. Raabe, Fr. Bettina C., Fr. Göbels)

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Erfolgreich im Beruf: Behinderung muss kein Hindernis sein

Chancengleichheit ist ein geläufiges Wort – aber die Schwellenangst ist nach wie vor groß.

Der gemeinnützige Verein NETZWERK hilft dabei, diese Ängste abzubauen und tritt als Vermittler zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden mit Behinderungen auf. Das Ziel ist die Vermittlung auf einen passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz. „Behinderung bedeutet nicht Hinderung an einem produktiven und erfüllten Berufsleben. Wir schaffen die Voraussetzungen, um Talente zu entdecken, gezielt zu fördern und zu entfalten“, sagt Petra Kreuzeder, Personalassistentin bei NETZWERK. Vor der Vermittlung an einen Betrieb klärt NETZWERK die beruflichen Einsatzmöglichkeiten ab, um die bestmöglichen Voraussetzungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen. Neue Mitarbeiter werden zunächst über NETZWERK eingestellt und können sich in Ruhe einarbeiten und das Unternehmen kennen lernen. Arbeitgebern wird dadurch der Schritt zur Einstellung von Menschen mit Behinderung erleichtert - denn meist ist nicht die fehlende Toleranz, sondern die Angst vor der Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ der Knackpunkt. Die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung hat außerdem den Vorteil, dass der Betrieb sowohl die Mehrkosten spart als auch die Betreuung durch die Personalassistenten von NETZWERK in Anspruch nehmen kann.

Gute Arbeit trotz Handicap „Ist der erste Schritt einmal getan, zeigt sich immer wieder, dass unser System funktioniert. Ein tolles Beispiel ist die Partnerschaft mit der Firma Holland Blumen Mark. Wir konnten bereits vier Mitarbeiter von NETZWERK erfolgreich vermitteln“, freut sich Kreuzeder. Auch Helmut K., der durch einen Herzfehler eingeschränkt ist, lässt sich von seiner Behinderung nicht in die Knie zwingen. Bei Holland Blumen Mark fand er zusammen mit NETZWERK eine neue berufliche Chance als Zusteller – ein Gewinn für beide Seiten. "Holland Blumen Mark kann dem Verein NETZWERK Blumen streuen, denn die Zusammenarbeit blüht förmlich auf. Sozial benachteiligte, aber engagierte Menschen erhalten eine Chance auf einen Arbeitsplatz", sagt Dr. Anton Stumpf, Eigentümervertreter des Unternehmens.

Der gemeinnützige Verein NETZWERK ist seit 2001 erfolgreich im Bereich Personalassistenz für Menschen mit Behinderung tätig. Nähere Informationen sowie Online-Stellenangebote finden Sie unter NETZWERK, Traunuferstraße 113, 4052 Ansfelden, Tel.: +43 (0) 7229/89 6 99 – 0, personalassistenz@netzwerkag.at; www.netzwerkag.at

Im Foto: Personalassistentin Petra Kreuzeder MBA (li), Helmut K.; Holland Blumen Mark Logistikleiter Herr Gerdopler

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Top on Job: Redaktioneller Beitrag Kronen Zeitung

Integration von Menschen mit Behinderung

Der gemeinnützige Verein NETZWERK in Ansfelden bei Linz setzt sich seit über zehn Jahren intensiv für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung ein. Das Projekt Personalassistenz unterstützt Personen mit Handicap die oft als „schwer vermittelbar“ gelten und das im Auftrag des Bundessozialamtes Landesstelle Oberösterreich. Sie suchen einen neuen Mitarbeiter? NETZWERK hilft dabei und in Form einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung. Nicht nur die strengen Kündigungsschutzbestimmungen werden von den Betrieben gemieden, auch die fehlende Erfahrung mit dem Thema „Behinderung“ ist oft ein Hindernis. Sie können den/die neuen Mitarbeiter/in auf unbestimmte Zeit testen. Sie geben Ihr Stellenangebot bekannt und NETZWERK sucht einen geeigneten Mitarbeiter. NETZWERK befasst sich genau mit den Bewerbern. Dann beginnt die Suche nach einem geeigneten Partnerbetrieb. Die neue Arbeitstelle soll genau auf die Anforderungen des Bewerbers passen. Der neue Mitarbeiter wird über NETZWER eingestellt und kann auf Wunsch jederzeit übernommen werden. Ist der Bewerber engagiert, so gelingt fast immer die Aufnahme in ein Arbeits- bzw. Dienstverhältnis. Sämtliche arbeitsrechtliche Bestimmungen, insbesondere der Kündigungsschutz, bleiben bei NETZWERK. Wächst mit der Dauer der Beschäftigung das Vertrauen zwischen Partnerbetrieb und dem dort beschäftigten Behinderten, dann wird der Mitarbeiter vom Partnerbetrieb kostenlos übernommen. Folglich gibt es keine Mehrkosten für den Partnerbetrieb wie bei der Selbstanstellung. „Wir kontaktieren oft 50 bis 100 Betriebe pro Bewerber“, so Mag. Huemer, Personalassistentin bei NETZWERK. „Viel Überzeugungsarbeit ist notwendig, erst dann kann der Arbeitsplatz abgeklärt werden.“ So auch bei Peter R., der trotz eines Behinderungsgrades von 70% einen neuen Job als Tankstellenmitarbeiter in Linz gefunden hat. Firmenchef Helmut Setik: „Vertrauen, Genauigkeit und Verlässlichkeit ist für diese Arbeit unbedingt notwendig. Auch ein Karrieresprung ist möglich, denn ich bin sehr zufrieden mit Peter.“ Info: Traunuferstraße 113, 4052 Ansfelden, Tel.: 0 72 29/89 6 99 – 0, personalassistenz@netzwerkag.at

Am Foto: Personalassistentin Mag. Nikola Speil (li.), Peter R. und Helmut Setik Shell Tankstellen (re.)

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